Kirchengemeinde
 Dagebüll

St. Dionysiuskirche
in Dagebüll - Kirchwarft
Die Dagebüller Kirche wurde am 16. September  1731 eingeweiht. Zuvor hatte es an gleicher Stelle eine Kapelle gegeben, die baufällig und zu klein geworden war. Bis 1700 war Dagebüll eine unbedeichte Hallig im Wattenmeer.
Auf der Empore befindet sich die 1866 erbaute Marcussen-Orgel aus Apenrade, darunter die Sakristei sowie ein kleiner Gemeinderaum.

Erst 1727 wurde das Dorf durch die Eindeichung des Kleiseerkoogs landfest. Die Einwohner lebten damals von Torfsalzgewinnung, Fischfang, Landwirtschaft, später auch von der Schifffahrt.
Als Namenspatron wurde St. Dionysius gewählt, der enthauptete Märtyrer während der Christenverfolgung und der Legende zufolge erster Bischof von Paris (um 250-300).
Das Altarparament(1986), geschaffen von dem Hamburger Künstler Gerhard Hausmann, greift alle Farben des Kirchenjahres auf. Ihm liegt der Vers zugrunde "Ich bin die tür, wer durch mich hineingeht, wird geretter werden, er wird ein- und ausgehen und Weide Finden"(Joh. 10,9). Sehr schön ist als Hintergrund unsere Wattenmeerlandschaft eingearbeitet.
Die Längsachse der Kirche wird betont durch zehn kleine Deckenbilder, die bom Altar her zu betrachten sind. Sie stellen die Leidensgeschichte Jesu dar.

Den Kirchenraum kennzeichnet ein leuchtend blaues Gestühl mit rot abgesetzten Ornamenten. Möglicherweise symbolisiert diese Farbe das Meer, das die Kirche ehemals umgab.

Der Barockaltar (um1731) mit seinen Akanthusranken zeigt Jesu Todesstunde. Die Figuren rechts und links symbolisieren den Glauben (mit Kelch und Buch - das leider fehlt) und die Hoffnung (mit Anker und Taube). Das untere Altarbild stellt Jesu Gefangennahme dar. Ganz oben schließt ein Auferstehungsbild den Altar ab.

Rechts neben der Kanzel hängt ein kleiner Engel, der Anfang der 1980er Jahre auf dem Kirchboden entdeckt und restauriert wurde.
Links vom Altar steht die geschnitzte Taufe mit Taufdeckel (um 1731). Die Taufschale von Gerhard Hausmann enthält einen großen Bergkristall. (Offenbarung 22,19).
Die Kanzel entstand im Jahr 1731. Ihr Stifter, zugleich Erbauer der Kirche, Pastor Andreas Ewald hat sich und seine Frau Anna Margaretha mit einem Spiegel-Monogramm darin verewigt. Umrahmt wird der Altar von einer Girlande aus Früchten, in Anlehnung an die "Früchte des Geistes" (nach Galater 5, 22-23).

Die Glocke stammt von 1584 und ist eine der ältesten in der Umgebung. Der heutige Glockenturm wurde 1909 erbaut.
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Neben dem Kanzelaufgang führt eine Tür zum kleinen Südanbau, dessen Fensterrosette 1981 anlässlich des 250jährigen Jubiläums ebenfalls von Gerhard Hausmann zum Christuswort geschaffen wurde; "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wnadeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Joh. 8,12).
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